Ein wichtiger Teil der montanarchäologischen Arbeit ist das Studium historischer Karten. Im sächsischen Gebiet beginnt die Geschichte einer montanhistorisch relevanten Kartographie bereits im 16. Jahrhundert und schon auf diesen frühen Karten lässt sich das ganze Spektrum des Montanwesens, angefangen bei den Bergwerken bis hin zu den Verhüttungsanlagen, nachvollziehen. Im Laufe der Zeit änderten sich Intention und Ausarbeitung der kartographischen Darstellungen und damit auch ihre Aussagekraft für die aktuelle archäologische Forschung. Anhand von zahlreichen Beispielen sollen in diesem Vortrag die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen historischer Karten und früher bergmännischer Risse für die montanarchäologische Forschung aufgezeigt werden.
Susann Lentzsch schloss ihr Studium der Vor- und Frühgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Jahr 2013 ab. Momentan schreibt sie ihre Dissertation zu den Funden und Befunden der mittelalterlichen Bergwerke von Dippoldiswalde und Niederpöbel.
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